Wimpernkleber - Teil 1

Wimpernkleber - Teil 1

Als Wimpernstylistin arbeitest Du nicht nur mit Extensions und verschiedenen Flüssigkeiten, wie Primer, Bonder , Remover sondern vor allem mit Wimpernkleber. Und gleich hier fangen wir an: der Begriff „WIMPERNKLEBER” an sich ist falsch, denn chemisch gesehen, ist der bei einer Wimpernverlängerung verwendete Kleber, kein Kleber sondern ein Bindemittel. 

Um es an einem einfachen Beispiel zu erklären: der Unterschied zwischen Bindemittel und Kleber liegt darin, dass ein Kleber austrocknen muss um zwei Fächer miteinander zu verkleben - ein Bindemitel im Gegensatz dazu härtet aus indem es durch die Einwirkung von Feuchtigkeit bindet. Cyanacrylat wurde ursprünglich 1942 von der Marke Kodak für das US-Militär als transparente, unzerbrechliche Zieloptik für Panzer entwickelt. Cyanacrylat besitzt eine sehr geringe Elektronendichte und polymerisiert bereits mit Luftfeuchtigkeit. Die Verbindung bei Cyanacrylat ist nicht hydrolysebestänig. Bei reinen Ausgangsprodukten findet die Polymerisation statt bis kein Monomer mehr vorhanden ist. Die dann noch aktiven Endgruppen werden durch weitere Wassermolekühle deaktiviert. 

Beispiel Kleber: wenn wir zwei Blatt Papier nehmen, Kleber auf dem einnen Blatt verteilen und das zweite Blatt an das erste festdrücken, verdampft aus dem Kleber das Wasser - der Kleber trocknet aus und die beiden Blätter sind miteinander fest verklebt. 

Beispiel Bindemittel: würden wir auch hier zwei Blatt Papier nehmen, auf dem einem Wimpernkleber verteilen und das zweite Blatt gegendrücken würden die beiden Blätter auch nach einer längeren Wartezeit absolut nicht miteinande verkleben, denn Bindemittel trocknet nicht aus es härtet aus durch Polymerisation. Das bedeutet, dass Wimpernkleber Feuchtigkeit benötigt, damit ein Polymerisationsprozess eintreten kann. Unter dem Begriff „Polymerisation” versteht man die Überführung von niedermolekularen Verbindungen (Monomeren) zu hochmolekularen Verbindungen (Polymeren). Die chemische Reaktion zwischen den einzelnen Bausteinen eines Polymers kann je nach chemischer Eigenart der eingesetzten Monomere auf unterschiedliche Art und Weise verlaufen. Papier beinhaltet keine bzw. kaum Feuchtigkeit in seinen Fasern, sodass kein Prozess der Polymerisation eintreten kann. Damit also Wimpernkleber klebt, benötigen wir Feuchtigkeit - diese Feuchtigkeit „zieht” sich der Kleber vor allem aus den Naturwimper, aber auch aus der Luftfeuchtigkeit im Raum. Das ist sehr wichtig zu wissen, denn oft haben Stylistinnen das Problem, dass die Extensions nicht an der Naturwimper haften bleibt und oft ist es damit verbunden, dass die Naurwimpern falsch vorbereitet wurden und kein Bindeprozess eintreten kann - die Extension kann sich also nicht mit der Naturwimpe verkleben, weil ess einfach aus chemischer Sicht nicht möglich ist. 

Bleiben wir jedoch beim Kleber - der Haupbestandteil von Wimpernkleber ist Acrylat - hier unterscheiden wir zwischen kurzkettigen Cyanacrylsäure - Methylestern, Ethylestern, Butylestern und Alkoxyestern. Voraussetzung für die Aushärtung des Klebers ist das Vorhandensein polarer Gruppen, beispielsweise die OH-Ionen in der Feuchtigkeitsschickt an der Oberfläche der Naturwimper. Es handelt sich dabei um eine anionische Polymerisation. Die Polymerisation läuft sehr schnell ab, so dass in Sekunden eine feste Verbindung hergestellt werden kann. Wenn in zu kurzer Zeit jedoch eine zu hohe Feuchtigkeit während des Polymerisationsprozesss auftritt kommt es während der Applikation der Extensions zu einem sogenannten „Blooming” Effekt - hier handelt es sich um eine Schockpolymerisation, der Kleber sieht aus als ob er aufquellen/aufblühen würde und wird weiß - dieser Fall tritt zum Beispiel ein, wenn die Kundin während der Behnadlung tränt. Die Polymerisation bei Cyanacrylat wird durch Säuren blockiert - das bedeutet, dass je niedriger der pH-Wert der zu verklebenden Flächen, desto schwächer der Prozess während der Verbindung zwischen Naturwimper und Extensions. Die Polymerisation von Wimpernkleber wird durch Basen gestartet. Saure Oberflächen verzögern die Reaktion, können sogar die Polymerisation vollständig abbrechen. Alkalische Oberflächen beschleunigen die Reaktion. 

Man muss bewusst die Vorbehandlung wählen und auf zusätzliche Flüssigkeiten achten, denn zum Beispiel schon kleinste Verunreingungen durch Tränen können ein Proton freitsetzeb, das zum Kettenabbruch führt. Der Kleber wird dann nicht mehr kleben. Ein Abbruch der Rekation findet nämlich erst statt, wenn Protonenlieferanten wie z.B. Wasser zugegeben werden. 

Forsetzung folgt im nächsten Blog!


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